Das letzte Turnier, das letzte Spiel, der...

Dies ist der letzte Eintrag in diesem Blog. Es hat mir sehr viel Freude gemacht, und ich hoffe meine Berichte begünstigten bei dem ein oder anderen auf die ein oder andere Art und Weise auch solch taumeligen Gefühlsenergiewallungen.
Es gilt jetzt nur noch jenen einen kleinen Blogposts zu verfassen, dann ist hier Feierabend. Da ich nicht erahnen kann, wie (lange) Google mit verwaisten Blogs umgeht, habe ich noch etwas anderes in petto. Alle Beiträge werden in eine PDF-Datei umgewandelt, die dann jeder nach seinem Ermessen bei sich für eine längere Zeit beherbergen kann, bestenfalls ausgedruckt. Und wer weiß, vielleicht liest der ein oder andere diese Zeilen irgendwann in einer Zukunft, die heute noch nicht absehbar ist. Es wäre sozusagen ein zeitloses Geschenk an sich selbst und andere. 

Das letzte Spiel als D-Jugend ging gewonnen. Die letzten 7 Spiele waren auf Kleinfeld, bei den letzten 3 schritt die Mannschaft als Sieger vom Feld. Im letzten Spiel überhaupt bezwang man den Bezirksoberligsten SV Memmelsdorf im 9-Meter-Schießen. Das letzte Tor schoss der Kleinste, was mich sehr freute.  
Das alles geschah in der oberfränkischen Ferne des beschaulichen Rödental(s), bei einem Turnier im Modus 5+1 auf Kleinfeld, wo ich mir eigentlich im Vorfeld gute Chance auf einen Treppchenplatz ausmalte.

Trainer dürfen aber auch mal mit ihren träumerischen Erwartungen hinter dem Berg bleiben - mit einem einzigen anderen Wort auf den Punkt gebracht: versagen, vor allem wenn es eigentlich um nichts mehr geht. So war es dann nicht überraschend, dass es mit Pech und auch ein wenig Unvermögen der Mannschaft relativ einfach gelang die Gruppenphase nicht als Zweiter oder gar Erster abzuschließen, obgleich man von den Spielanlagen deutliche Vorteile aufzeigte. Damit war der Podiumplatz in unerreichbarer Ferne² gerückt. Als Konsequenz daraus entschied ich mich meinen Posten mit sofortiger Wirkung zu räumen. Ich übernahm fortan nur noch die Rolle des Zeugwarts. Die Mannschaft coache sich im Viertelfinale und den beiden Platzierungsspielen selbst. Irgendeiner war immer Spielertrainer und ein Auswechsler der Zeitnehmer; dieser stoppte die Spieldauer mit meinem altbackenen Outdoor-Handy. Ich betrachte das ganze entspannt aus der Ferne³. (Das Wort Ferne [hoch vier] gefällt mir gerade eben sehr gut.)

Ich möchte im letzten Bericht gar nicht ins Detail. Diese Entscheidung traf ich in dem Moment, als ich das Programmheft in einen Müllbeutel geheftet an einer Bierbankgarnitur schmiss. Wer sich trotzdem erinnern will, hier die Ergebnisse in aller Blöße:

1. Spiel: 0:1 gegen SV Heubach
2. Spiel: 1:1 gegen JFG Hohe Aßlitz
3. Spiel: 4:0 gegen eine E-Jugendmannschaft (Verein vergessen)
4. Spiel 1:2 gegen TSV Tettau
5. Spiel: 5:4 (1:1) gegen TSV Staffelstein
6. Spiel 4:0 gegen SG Cortendorf/Rödental
7. Spiel 2:1 (1:1) gegen SV Memmelsdorf

Das Resümee: ein am Ende doch noch verdienter einstelliger Platz bei 20 teilnehmenden Mannschaften + viel wichtiger: relativ glückliche und müde Spieler. Die Heimfahrt in meinen gut besetzten Honda war richtig entspannend im Vergleich zur Hinreise. 


Und ruhig wird es damit ab dem letzten Punkt auch hier. Es folgt kein einziger Satz mehr, aber noch ein Bild. Also vielleicht doch noch ein Satz dazu, vielleicht auch zwei, ich kann mich noch nicht so richtig trennen...
Ich plaudere kurz mal aus dem umschreibenden Nähkästchen: Ich war schon mal vor 2 Jahren "heimlich" mit meiner damaligen Hippie-E-Jugend-Truppe bei diesem Austragungsörtchen. Da schoss ich ein Bild auf einen Felsbrocken. Im Laufe der mitunter langen Pausen beim Mamutwettkampfs setzen sich die teilnehmenden Kinder zwei Jahren später auf eben jenen großen Stein. Dieser Moment wurde eingefangen.
Das Blog endet also mit einem Bild, das ähnlich bearbeitet wurde wie das alte. Und danach kommt wirklich kein Satz mehr. Ein Wort sage ich trotzdem noch: "Ade(la)".